Hier finden Sie eine lose Sammlung von Rezepten - die Rezepte aus den Kräuterbriefen, die Grundrezepte dazu und dann noch dies und das - vor allem natürlich die Rezepte für die Minztrüffel und das Eiskonfekt. Im Moment noch einfach so aufgereiht - wenn es mehr werden, werden sie irgendwann sortiert.
Minztrüffel

ein ganz einfaches Rezept mit großer Wirkung. Es steht und fällt mit der Qualität der Schokolade, die Sie benutzen. Sie sollte mindestens 60 Prozent Kakaobestandteile enthalten und möglichst markant sein. Wer sich traut, kann dieses Rezept auch mit einer der 85prozentigen Sorten ausprobieren, die neu auf dem Markt sind. Hier erst einmal das Grundrezept:

300 g Bitterschokolade im Wasserbad bei milder Hitze schmelzen

150 g Sahne und eine Handvoll frischer Minzeblätter

in einem kleinen, geschlossenen Topf zügig zum Kochen bringen, die Flamme sofort ausdrehen und die Sahne 15 Minuten ziehen lassen (der Deckel bleibt drauf). Die warme Sahne durch ein Sieb in die Schokoladenmasse geben und alles mit dem Schneebesen glattrühren. Wenn sich die Masse nicht glattrühren lässt, noch einen kleinen Schuß kalte Sahne dazugeben; dann sollte es klappen. Eine flache, viereckige Dose oder Schale mit Klarsichtfolie auslegen und die Masse hineingießen und glattstreichen. Gut durchkühlen lassen, am besten über Nacht. Aus der Form heben, die Klarsichtfolie entfernen und in beliebig große Formen schneiden. In dunklem Kakaopulver wälzen. Kühl aufbewahren. Möglichst frisch verzehren.

Nun zu den Variationen:

Man kann Orangenschokolade nehmen und Orangenschale in der Sahne ziehen lassen. Im Sommer ist auch eine Variation mit Zitronenschale sehr lecker. Klassische Mischung für alle, die Ingwer lieben: geschälte, in Scheiben geschnittene Ingwerwurzel in der Sahne ziehen lassen, fein gehackten kandierten Ingwer unter die fertige Masse heben. Oder: 20 ml der Sahne durch Rum oder Espresso ersetzen.

Eiskonfekt Orange

Auch hier gibt es ein Grundrezept, das man endlos variieren kann:

80 g Bitterschokolade, 40 g Nussnougatcreme und 60 g ungehärtetes Kokosfett im Wasserbad schmelzen. 10 Tropfen ätherisches Orangenöl dazugeben. Die Masse in eine eckige Gefrierdose füllen und kaltstellen. Wenn sie durchgekühlt ist, aus der Dose lösen (wenn es nicht gleich klappt, kurz unter heißes Wasser halten) und in beliebig große Stücke schneiden. Nach ein paar Stunden im Kühlschrank lässt es sich am besten schneiden; wenn es über Nacht drin war, bröckelt es leicht. Man kann die Masse auch in Eiswürfelbehältern auskühlen lassen. Nehmen Sie für dieses Rezept nur hochwertige Nussnougatcreme aus dem Bioladen oder Reformhaus! Auch das Kokosfett sollten Sie im Bioladen kaufen. Dass das Orangenöl aus Bio-Anbau stammen sollte, versteht sich sicherlich von selbst.

Sie können in diesem Rezept die Nussnougatcreme durch Vollmilchschokolade ersetzen. Sie können das Eiskonfekt mit Pfefferminzöl, mit Vanilleextrakt oder Espresso würzen. Auf einen Teil Kokosfett kommen immer zwei Teile Schokolade/Nussnougatcreme. Die Nussnougatcreme sollte nicht mehr als ein Drittel der Gesamtmasse ausmachen; sonst wird das Konfekt zu weich.

Eiskonfekt muss im Kühlschranl aufbewahrt werden. Es ist lange haltbar, schmeckt aber in den ersten 10 Tagen am besten.

Kräuterwein

Eine schöne und einfache Methode, um die Sonne in unseren Kräutern in den Winter zu retten. Füllen Sie ein weithalsiges Gefäß mit frischen Kräutern. Füllen Sie so viel Wein auf, dass die Kräuter bedeckt sind. Wenn die Kräuter sehr viel Wasser enthalten, lieber sicherheitshalber einen Schuß Brandy dazugeben; sonst kann das Ganze anfangen zu gären. Wer mag, darf mit etwas Honig oder einer Handvoll Rosinen süßen. Ich schätze die unaufdringliche Süße der Rosinen im Kräuterwein sehr; man lässt sie einfach mitziehen und seiht sie mit ab.

Kräuterwein sollte drei Wochen lang ziehen; dann kann man ihn abseihen, in Flaschen füllen und davon täglich ein Gläschen trinken - je nach Kräutermischung vor dem Schlafengehen, nach dem Essen usw.

Wein für süße Träume

Geben Sie eine gute Handvoll Zitronenverbenenblätter und eine gute Handvoll Melissenblätter in ein weithalsiges Glas. Füllen Sie mit einer Flasche Sherry oder Weißwein auf, und geben Sie eine halbe Tasse Rosinen dazu. Drei Wochen ziehen lassen und dann abseihen. Ein Likörgläschen vor dem Schlafengehen hilft, den Tag hinter sich zu lassen.

Wein fürs Gehirn

Setzen Sie im Sommer, wenn Salbei und Rosmarin in Bestform sind, je eine gute Handvoll davon in Rotwein an. Wie üblich ziehen lassen und abseihen; im Herbst, wenn der Gingko sich verfärbt, die Blätter sammeln (den höchsten Wirkstoffgehalt haben sie, wenn sie gerade eben gelb werden). Gingkoblätter im Kräuterwein ansetzen, noch einmal drei Wochen ziehen lassen und abseihen. Verbessert Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnis.

Beifußöl

Sammeln Sie ein paar Handvoll Beifußblätter und –blüten. Entfernen Sie die Stängel, damit das Ganze nicht so sperrig ist. Geben Sie das Kraut in eine Metallschüssel und übergießen Sie es mit Sonnenblumenöl. Erwärmen Sie das Öl im Wasserbad. Es sollte nicht wärmer als 45 Grad werden (sich also nicht mehr heiß anfühlen, wenn man reinfasst). Lassen Sie es etwa zwei Stunden lang ausziehen. Wenn es zu heiß wird, nehmen Sie es von der Flamme und stellen es wieder auf, wenn es abgekühlt ist. Wenn das Öl eine kräftig grüne Farbe bekommen hat, können Sie es abseihen. Ich empfehle dafür ein mit einem Geschirrtuch oder Küchentuch ausgelegtes Sieb. Wenn das meiste Öl abgelaufen ist, können Sie das Tuch über das Kraut falten und den Rest auspressen. Dieses Öl ist eine wahre Wohltat für müde Beine und Füße. Massieren Sie es von unten nach oben ein.

Beifuß-Fußbutter

Diese Fußbutter pflegt und erfrischt müde Füße, wärmt und entspannt und ist natürlich auch als Handpflege zu benutzen. Sie hat eine herrliche, samtige Konsistenz.
Schmelzen Sie im Wasserbad 50 g Bienenwachs in einer Metallschüssel. Wenn es ganz geschmolzen ist, nehmen Sie den Topf von der Flamme und geben 60 Gramm Sheabutter und 60 Gramm Kakaobutter dazu. Zum Schmelzen dieser Fette sollte die Restwärme ausreichen; sie sollten nicht zu hoch erhitzt werden. Verrühren Sie das Ganze kräftig mit dem Schneebesen und geben Sie dann 150 ml handwarmes Beifußöl (siehe oben) und 10 Tropfen Lavendelöl dazu. Nochmals gut umrühren und in Formen füllen. Ich gieße meine Fuß-Butter in Eiswürfelbehälter; man kann auch größere Formen nehmen wie die Eier-Einsätze aus dem Kühlschrank, alte Jogurtbecher (nur eineinhalb cm hoch einfüllen) oder hübsche Seifenformen. In den Kühlschank damit. Wenn die Butter hart ist, aus der Form holen (das ist ganz leicht; die Masse schrumpft ein bisschen, wenn sie abkühlt). Und zur Anwendung: zwischen den Händen reiben wie ein Stück Seife, wenn genug abgeschmolzen ist, damit die Füße massieren. MMhhh! Und sie dann am besten gleich hochlegen.

Riechfläschchen

10 ml Trägeröl (Mandelöl, Sonnenblumenöl, Jojobaöl)
je 20 Tropfen ätherisches Öl Mandarine und Lavendel
und 5 Tropfen ätherisches Öl Narde

In eine kleine Flasche geben und verschütteln. Bei Stress, Schock, Panik oder auch schlichter nervöser Anspannung ein paar Tropfen auf dem Solarplexus verreiben (oder, wenn das gerade nicht praktikabel ist, auch auf die Schläfen oder in die Handflächen). Beruhigt und zentriert.